Italien hat am Montag (5.) mit tiefer Trauer die Leichen von fünf der sechs getöteten italienischen Teenager erhalten. Brand in einer Bar in Crans-Montana, Schweiz.Die Überführung erfolgte mit einem C130-Flugzeug des Militärluftfahrtkommandos, das die sterblichen Überreste von Achille Barosi, Chiara Costanzo, Giovanni Tamburi, Emanuele Galeppini und Riccardo Minghetti, alle 16 Jahre alt, transportierte.
Die Ankunft der Särge in Mailand und Rom erfolgte unter starker Anwesenheit von Ministern und Vertretern der lokalen Behörden. Neben der Trauer ist der Tonfall von Forderungen geprägt. „Die Familien der Opfer fordern Gerechtigkeit“, erklärte der italienische Botschafter in der Schweiz, Gian Lorenzo Cornado, der die Ermittlungen begleitet.
Laut dem Diplomaten haben die Schweizer Behörden bereits gravierende bauliche Mängel in der Bar Le Constellation eingeräumt: Das Deckenmaterial sei „nicht feuerfest“ gewesen und die Notausgänge seien so schlecht gekennzeichnet gewesen, dass „die jungen Leute sie inmitten dieser Katastrophe gar nicht erst gesehen haben“.
Bei der Tragödie, die sich in den frühen Morgenstunden des 1. Januar ereignete, kamen 40 Menschen ums Leben und 116 wurden verletzt. Das Feuer soll durch pyrotechnische Kerzen ausgelöst worden sein, die die Schaumstoffdämmung der Decke entzündeten. Während gegen die Manager Jacques Moretti und Jessica Maric ermittelt wird, steht auch das Rathaus von Crans-Montana wegen angeblicher Fahrlässigkeit bei den Inspektionen in der Kritik.
Die Beerdigungen finden am Mittwoch (7.) statt. Am selben Tag werden alle italienischen Schulen eine Schweigeminute zum Gedenken an die jungen Opfer einlegen. Das sechste italienische Opfer, die 15-jährige Sofia Prosperi, wird in Lugano, ihrem Wohnort, beigesetzt.













































