Ein plötzlicher Todesfall während einer Nachtwache bei Temperaturen von minus 16 Grad hat zu Untersuchungen der Arbeitsbedingungen auf Baustellen geführt. Olympische Winterspiele 2026. Pietro ZantoniniEin 55-jähriger Mann ist bei der Arbeit in der Eishalle in Cortina d'Ampezzo in Norditalien ums Leben gekommen.
Zantonini stammte aus Brindisi und arbeitete für ein Subunternehmen. Er leistete 12-Stunden-Schichten auf der Baustelle der Arena, in der die Wettkämpfe stattfinden werden. EisstockschießenDer Wachmann war im September 2025 in die Region Venetien gezogen, um die befristete Stelle anzutreten, die Ende Januar auslaufen sollte.
Der Vorfall ereignete sich am frühen Morgen des 9. Januar gegen 2 Uhr. Zantonini befand sich in einer Wachkabine und ging alle zwei Stunden zur Kontrolle des Geländes hinaus. Als er sich unwohl fühlte, gelang es ihm, seine Kollegen um Hilfe zu rufen. Der Rettungsdienst wurde alarmiert, doch alle Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos.
Die Ehefrau des Opfers erstattete Anzeige bei den Carabinieri. Laut dem Anwalt der Familie, Francesco Dragone, hatte der Wachmann seine Unzufriedenheit mit seinen Arbeitsbedingungen geäußert. In einer offiziellen Erklärung gab die Familie an, er habe „Nachtschicht im Freien unter besonders harten Wetterbedingungen gearbeitet und sich häufig über seine Arbeitsbedingungen beschwert“.
Die Staatsanwaltschaft Belluno ordnete unter der Leitung von Staatsanwalt Claudio Fabris eine Autopsie an. Die Untersuchung soll klären, ob die Todesursache in direktem Zusammenhang mit der extremen Kälte und den Arbeitszeiten stand. In der Anklage wird zudem darauf hingewiesen, dass Zantonini schwere und aufeinanderfolgende Nachtschichten ohne ausreichende Schutzausrüstung geleistet hatte.
Das für die Infrastrukturarbeiten der Spiele zuständige Unternehmen Simico gab eine Beileidsbekundung ab, betonte jedoch, dass die betreffende Baustelle „nicht in ihrem Zuständigkeitsbereich liegt“. Roberto Toigo, Generalsekretär der Gewerkschaft Uil Veneto, bezeichnete den Vorfall als äußerst schwerwiegend, falls der Tod auf Pflichtverletzung zurückzuführen sei.
Der stellvertretende Ministerpräsident und Infrastrukturminister Matteo Salvini forderte Einzelheiten zum Vertrag und den Aufgaben des Sicherheitsmitarbeiters an. In einer Stellungnahme bekräftigte der Minister: „Die Sicherheit am Arbeitsplatz hat oberste Priorität und ist allen anderen Aspekten, einschließlich der Beschleunigung bestimmter Projekte, vorzuziehen.“





























































