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Gesundheitskrise

Gesundheitsfachkräfte in Italien: 123.810 Ausländer sind im Land im Gesundheitswesen tätig.

Ausländische Fachkräfte leisten zwar Pflege, doch Staatsbürgerschaftsbarrieren verhindern die Anstellung.

Fehlende Staatsbürgerschaft und mangelnde Überprüfung der Qualifikationen betreffen ausländische Ärzte, die das Gesundheitssystem in Italien unterstützen.
Fehlende Staatsbürgerschaft und mangelnde Überprüfung der Qualifikationen betreffen ausländische Ärzte, die das Gesundheitssystem in Italien unterstützen.

Das italienische Gesundheitssystem steht vor einem Szenario voller Widersprüche. Daten des Verbandes ausländischer Ärzte in Italien. (Amsi) Studien zeigen, dass Fachkräfte aus anderen Ländern bereits mehr als 10 % der Arbeitskräfte in diesem Sektor ausmachen.

Derzeit sind 123.810 ausländische Gesundheitsfachkräfte im Land tätig. Zu dieser Gruppe gehören 49.500 Ärzte und 45.200 Krankenpfleger sowie Zahnärzte, Physiotherapeuten, Apotheker und Psychologen.

Laut Foad Aodi, Präsident von Amsi, war die Arbeit dieser Fachkräfte in den letzten Jahren unerlässlich. Zwischen 2023 und 2025 verhinderte die Arbeit von Ausländern die Schließung von 5.200 Abteilungen und Diensten im italienischen Gesundheitssystem.

Trotz ihrer zahlenmäßigen Bedeutung bestehen rechtliche und bürokratische Hürden. Rund 65 % dieser Fachkräfte besitzen nicht die italienische Staatsbürgerschaft. Aus diesem Grund sind sie von der Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen für Festanstellungen ausgeschlossen.

Foad Aodi, ein arabisch-palästinensischer Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation sowie Journalist und Präsident der AMSI (Vereinigung ausländischer Ärzte in Italien), dokumentiert seit 20 Jahren die Realität des italienischen Gesundheitssystems.
Foad Aodi, ein arabisch-palästinensischer Facharzt für Physikalische Medizin und Rehabilitation, Journalist und Präsident der AMSI (Vereinigung ausländischer Ärzte in Italien), dokumentiert seit 20 Jahren die Realität des italienischen Gesundheitssystems. | Foto: Quotidiano

Risiko bei der Überprüfung von Dokumenten

Der Sektor lebt unter dem sogenannten "deroga Covid" (außer Covid)Die Regelung erlaubt die Einstellung ohne strenge Überprüfung ausländischer Qualifikationen. Filippo Anelli, Präsident des Verbandes der Ärztekammern. (Fnomceo)warnt vor den Risiken dieser Maßnahme.

Laut Anelli liegt die Verantwortung für die Überprüfung von Diplomen bei den Regionen, doch die Aufsicht ist mangelhaft. Er erklärt, dass dieser Kontrollmangel einen Missbrauch des Berufsstandes darstellen könnte. „Die Überprüfung der Qualifikationen obliegt den Regionen, die dieser Aufgabe nicht nachkommen. Dadurch wird ein Missbrauch des Berufsstandes erreicht“, sagte er der Zeitung Quotidiano.

Foad Aodi weist außerdem darauf hin, dass Mangelnde Italienischkenntnisse als Gefahrenfaktor für den Dienst. Für ihn erfordert Integration technische und sprachliche Kompetenz.

Exodus der Fachkräfte

Während Ausländer die freien Stellen besetzen, Italienische Ärzte Und auch Absolventen aus Italien verlassen das Land. Zwischen 2023 und 2025 verließen 6.000 Krankenschwestern und 4.000 Ärzte Italien auf der Suche nach besseren Chancen im Ausland.

In dieser Kategorie werden berufliche Erschöpfung und geringe Bezahlung als Gründe für den Ausstieg aus dem Berufsfeld genannt. Übermäßige Bürokratie und das Risiko von Klagen schrecken junge Menschen ebenfalls davon ab, eine Karriere in der Notfallmedizin anzustreben.

Das Hindernis für die Staatsbürgerschaft

Nach AmsiEtwa 65 % der ausländischen Fachkräfte im Gesundheitswesen verfügen nicht über die erforderlichen Qualifikationen. Italienische StaatsbürgerschaftDiese Bedingung schließt sie rechtlich von der Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen für Festanstellungen aus.

Nur 35 % dieser Fachkräfte sind italienische Staatsbürger. Innerhalb dieser Gruppe arbeiten 53 % in kritischen Bereichen des Gesundheitssystems, wie z. B. in der Allgemeinmedizin, der angeschlossenen Pädiatrie, in Notaufnahmen und im ärztlichen Bereitschaftsdienst (Nacht- und Feiertagsversorgung).

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