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Italien führt einen neuen freiwilligen Militärdienst ein: Erfahren Sie, was sich ändert.

Der Gesetzentwurf zur freiwilligen Wehrpflicht in Italien wird noch im Parlament debattiert.

Italien möchte eine Reserve von bis zu 10 jungen Menschen schaffen, die im Krisenfall durch freiwilligen Militärdienst eingreifen können.
Italien möchte eine Reserve von bis zu 10 jungen Menschen schaffen, die im Krisenfall durch freiwilligen Militärdienst eingreifen können.

Der italienische Verteidigungsminister Guido Crosetto kündigte an, einen Gesetzentwurf zur Einrichtung eines Freiwilliger Militärdienst in ItalienDer Vorschlag sieht die Schaffung einer Reserve von bis zu 10 Personen vor, die im Notfall oder bei Konflikten zum Einsatz bereitstehen sollen.

Die Ankündigung erfolgte in Paris im Anschluss an ein Treffen mit der französischen Verteidigungsministerin Catherine Vautrin. Am selben Tag verkündete Präsident Emmanuel Macron die Wiedereinführung des freiwilligen Wehrdienstes in Frankreich. Crosetto erklärte, die italienische Initiative werde einem ähnlichen Modell folgen.

Laut seinen Angaben wird der Text dem Ministerrat und anschließend dem Parlament vorgelegt. Ziel sei es, angesichts der instabilen internationalen Lage die Landesverteidigung in den kommenden Jahren zu gewährleisten. Der Minister betonte, dass das Projekt nicht nur die Anzahl der Militärangehörigen, sondern auch die Struktur und die Regeln der Streitkräfte behandeln werde. Forças Armada.

In einem Interview mit dem Sender Tg1Crosetto verteidigte den Vorschlag als angemessene Reaktion auf die schwierigen Zeiten, die das Land durchmacht. Er betonte, dass das Modell optional sei und jede Änderung breit, „über die politische Mehrheit hinaus“, diskutiert werden müsse.

Die geltenden Gesetze und was sich ändern könnte.

In Italien wurde die Wehrpflicht 2005 mit dem sogenannten Martino-Gesetz ausgesetzt. Das Gesetz sah jedoch weiterhin die Möglichkeit der Einberufung in Ausnahmefällen vor. Zudem wurden Freiwilligenprogramme mit ein- oder vierjährigen Verträgen eingeführt.

Der neue Gesetzentwurf führt die Pflicht nicht wieder ein. Der Vorschlag sieht die Schaffung einer Militärreserve mit jungen Freiwilligen vor. Bislang hat die Regierung keine Details zum Auswahlverfahren oder zur Ausbildung veröffentlicht.

Andere europäische Länder gehen denselben Weg.

In Frankreich tritt das neue Modell 2026 in Kraft. Das Programm richtet sich an junge Erwachsene zwischen 18 und 19 Jahren und dauert zehn Monate. Die Teilnehmenden arbeiten ausschließlich in Frankreich. Ziel ist es, mit 3.000 Freiwilligen zu starten und bis 2035 50.000 zu erreichen.

Auch in Deutschland wird ein entsprechender Gesetzentwurf geprüft. Ab 2026 sollen junge Menschen einer medizinischen Untersuchung unterzogen werden und sich freiwillig für einen Wehrdienst von sechs bis 23 Monaten melden können. Die Teilnahme an der Befragung ist für Jungen verpflichtend, für Mädchen hingegen freiwillig.

Mit diesem Vorschlag schließt sich Italien der Gruppe europäischer Länder an, die ihre Verteidigungsmodelle überdenken und über neue Formen des freiwilligen militärischen Engagements diskutieren.

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