In ganz Italien traten Journalisten am Freitag (28.) in einen landesweiten Streik. Die Protestierenden fordern die Verlängerung des seit 2016 ausgelaufenen Tarifvertrags für ihre Berufsgruppe.
Der Streik wurde vom italienischen Nationalen Presseverband (FNSI) ausgerufen, der den neunjährigen Lohnstopp und den damit einhergehenden Kaufkraftverlust von fast 20 % in diesem Zeitraum anprangert.
Laut Gewerkschaft sehen sich die Redaktionen mit Personalmangel und zunehmender Unsicherheit ihrer Arbeitskräfte konfrontiert.
Die Entscheidung zum Streik fiel nach dem Scheitern der Verhandlungen mit den Verlagen. Die Gruppe fordert höhere Gehälter für angestellte und freie Journalisten, klare Regeln für den Einsatz künstlicher Intelligenz in Redaktionen und die finanzielle Anerkennung der demokratischen Rolle des Journalismus.
„Wir streiken für die Verlängerung unserer Verträge, um unsere Rechte zu wahren und jüngeren Generationen zu denselben Rechten und Gehältern zu verhelfen“, erklärte Alessandra Costante, Generalsekretärin der FNSI. Sie betonte, dass der letzte vertragsbedingte Streik 20 Jahre zurückliege.
Während der Reise von Papst Leo XIV. in die Türkei und den Libanon überreichten Journalisten dem Pontifex noch an Bord des päpstlichen Fluges zwischen Rom und Ankara einen Brief, in dem die Gründe für den Streik erläutert wurden.
Im Laufe des Tages sind in mehreren italienischen Städten Demonstrationen geplant, die von regionalen Presseverbänden mit Unterstützung von Redaktionsausschüssen und Journalistenvereinigungen organisiert werden.
Wie viel verdient ein Journalist in Italien?
Laut der Website Paylab liegt das durchschnittliche Bruttogehalt eines Journalisten in Italien zwischen 1.250 € und 3.037 € pro Monat.
























































