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Krise in Venezuela

Nach 423 Tagen Haft in Venezuela werden die Italiener freigelassen und zur Botschaft gebracht.

Abgeordneter Porta begrüßt Trentinis Freilassung und warnt: 24 Italiener sind weiterhin in Venezuela inhaftiert.

Die Italiener Alberto Trentini und Burlò werden nach 423 Tagen in Venezuela freigelassen.
Die Italiener Alberto Trentini und Burlò werden nach 423 Tagen in Venezuela freigelassen.

Venezuela hat am Montag (12.) die italienischen Staatsbürger Alberto Trentini und Burlò, einen italienischen humanitären Helfer bzw. einen Immobilienunternehmer, freigelassen.

Sie wurden gebracht nach Italienische Botschaft in Caracas Sie werden voraussichtlich innerhalb der nächsten Stunden in das europäische Land zurückkehren. Trentini befand sich 423 Tage in Haft.

In einer von Anwältin Alessandra Ballerini veröffentlichten Erklärung feierte die Familie den Ausgang des Verfahrens. „Alberto ist endlich frei! Wir haben 423 Tage auf diese Nachricht gewartet!“, so die Angehörigen. Die Gruppe betonte, dass die Zeit tiefe Wunden hinterlassen habe, die nur schwer heilen würden, und bat um Wahrung ihrer Privatsphäre.

„Wir danken allen für ihre Anteilnahme, bitten aber darum, unsere Stillschweigen und die Wahrung der Vertraulichkeit zu respektieren. Wir werden Zeit haben, die richtigen Worte zu finden, um zu schildern, was geschehen ist und die Verantwortlichen zu klären. Heute wünschen wir uns nur Frieden. Danke!“, erklärte Trentinis Familie.

Der italienische Präsident Sergio Mattarella rief Trentinis Mutter an, um seine Freude über dessen Freilassung mitzuteilen. Anwalt Maurizio Basile berichtete, dass der Geschäftsmann Burlò bereits mit seiner Tochter Gianna gesprochen habe. Laut Basile sei er „eine Person von außergewöhnlicher Stärke und Vitalität“ und es gehe ihm gut.

Der Abgeordnete Fabio Porta (PD) äußerte sich ebenfalls zu der Freilassung. Laut dem Parlamentarier handelte es sich um eine „absurde und ungerechte Haft“. Porta dankte den Diplomaten und Vermittlern für ihre Arbeit und würdigte die Geste der neuen venezolanischen Regierung als Zeichen des demokratischen Übergangs.

Der Abgeordnete warnte jedoch vor der anhaltenden politischen Krise im Nachbarland. Laut Porta befinden sich in der Region weitere Häftlinge mit italienischer Staatsbürgerschaft, und… „24 von ihnen sitzen aus politischen Gründen noch immer im Gefängnis.“Er argumentiert, dass dieser Fall die humanitäre Krise in Venezuela wieder in den Mittelpunkt der italienischen Aufmerksamkeit rücken sollte.

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