Die Schweiz ist bekannt für ihre Stabilität, Lebensqualität und attraktiven Gehälter – aber nicht alles sind Blumen für diejenigen, die sich für einen Umzug aufs Land entscheiden.
Mehr als 40 Prozent der Einwanderer, die in den letzten zehn Jahren in die Schweiz kamen, haben das Land bereits wieder verlassen. Bei portugiesischen Einwanderern ist die Quote sogar noch höher: Von 100 Einwanderern, die im Jahr 2023 ankamen, kehrten 83 nach Portugal zurück.
Die Informationen stammen aus einer aktuellen Umfrage, die auf Daten des Schweizer Zentrums für Migrationsstudien NCCR – On the Move und des portugiesischen Observatoriums für Auswanderung in Lissabon basiert.
Die Schweiz verzeichnete in den letzten Jahren eine Rekordzuwanderung. Grund dafür sind die stabile Wirtschaft, die guten Löhne und die hohe Lebensqualität. Doch nicht alle Neuankömmlinge bleiben.
Zu den Hauptgründen für eine Rückkehr zählen die hohen Lebenshaltungskosten, die Bürokratie, Integrationsschwierigkeiten sowie die Verwirklichung familiärer oder beruflicher Projekte.
Die Soziologin Liliana Azevedo, die an beiden Forschungseinrichtungen arbeitet, erklärt, dass Einwanderung nicht immer zu einem dauerhaften Aufenthalt führt. „Wir vergessen oft, dass diejenigen, die einwandern, sich nicht unbedingt niederlassen“, sagt sie.
Italienisch, Französisch und Deutsch
Auch bei anderen europäischen Nationalitäten hat die Rückkehrmigration seit Inkrafttreten des Freizügigkeitsabkommens zugenommen. Französische, deutsche und italienische Staatsbürger gehören zu den führenden Akteuren dieser Bewegung.
Trotzdem bleibt die Schweiz eine der internationalsten Gesellschaften auf dem europäischen Kontinent: Rund 40 % der Bevölkerung haben einen Migrationshintergrund.























































