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Portugal lehnt 76 Anträge auf Legalisierung von Einwanderern ab

Ablehnungen erfolgen aufgrund fehlender Rückmeldungen der Bewerber; AIMA verstärkt Team mit 450 Neueinstellungen zur Beschleunigung von Prozessen

AIMA lehnt 76 Anträge auf Legalisierung von Einwanderern in Portugal ab | Foto: Offenlegung/CIP
AIMA lehnt 76 Anträge auf Legalisierung von Einwanderern in Portugal ab | Foto: Offenlegung/CIP

Die Agentur für Integration, Migration und Asyl (AIMA) benachrichtigte 76 Einwanderer über die Ablehnung ihrer Anträge auf Legalisierung. Das Versenden der Benachrichtigungen sei Teil eines Prozesses, der 213 Antragsteller abdecken solle, teilte der Präsident der Institution, Pedro Portugal Gaspar, in einer parlamentarischen Anhörung mit.

Der Grund für die Ablehnung war fehlende Rückmeldung der Bewerber zur ersten Benachrichtigung, um ein Meeting zu vereinbaren. Laut Gaspar wurden im Rahmen der 446 Prozesse, deren Regularisierung noch aussteht, 250 Termine vereinbart und 233 Dienstleistungen erbracht. Der Rest umfasst Fälle von Einwanderern, die nicht erschienen, weil Adressänderung, Ausreise oder Legalisierung auf anderem Wege.

Benachrichtigte Einwanderer können vor der abschließenden Dokumentenanalyse noch immer ihr Interesse an dem Verfahren durch die Anhörung interessierter Parteien bekunden. Derzeit befinden sich 100 Fälle in der Untersuchungsphase, weitere 133 sind auf dem Weg. Bisher wurden lediglich 10 Aufenthaltstitel ausgestellt.

Bei den Bewertungen stellte AIMA kritische Situationen fest, darunter auch Personen mit internationalem Haftbefehl. Der Verantwortliche der Agentur betonte den Druck, dem die Mitarbeiter ausgesetzt seien, die im Jahr 600 mehr als eine Million E-Mails und 2024 Anrufe erhalten hätten.

Der Druck macht sich auch im Justizsystem bemerkbar: Tausende Einwanderer appellieren an die Gerichte, ihre Verfahren zu beschleunigen. Gaspar argumentierte, dass Verwaltungsfragen nicht vor Gericht geklärt werden sollten.

AIMA verstärkt sein Team mit 450 Neueinstellungen

Um der hohen Nachfrage gerecht zu werden, kündigte AIMA die Einstellung von 450 neuen Mitarbeitern an, von denen 300 für bis zu drei Jahre befristet und 150 unbefristet angestellt sein werden. Der Auswahlprozess soll voraussichtlich im April beginnen.

Die Institution plant zudem, die Gehälter von 113 Mediatoren, die in Partnerschaften mit Verbänden arbeiten, anzupassen und bis Mai um 10 bis 12 Prozent zu erhöhen. Es wird erwartet, dass die Maßnahmen Verzögerungen verringern und die Effizienz bei der Betreuung von Einwanderern verbessern.

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