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Wirtschaft

Abonnementbasierte Minihäuser: Italien testet ein Wohnmodell im Stil von „Netflix“.

Entdecken Sie das Tiny-House-Projekt im Stil von „Netflix“ in Venetien, mit Mieten unter 300 Euro und einem Fokus auf schutzbedürftige Bewohner.

Venetien bringt Minihäuser nach dem Vorbild von „Netflix“ für bis zu 300 Euro pro Monat auf den Markt.
Venetien bringt Minihäuser nach dem Vorbild von „Netflix“ für bis zu 300 Euro pro Monat auf den Markt.

Die Region Venetien präsentierte ein Wohnmodell, das landesweit Beachtung fand. ItalienDer Vorschlag, inspiriert vom Abonnementkonzept von Streaming-Plattformen, sieht Minihäuser mit reduzierter Miete und gemeinsam genutzten Dienstleistungen vor.

Portugiesische Staatsangehörigkeit
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Die Idee wurde ins Leben gerufen von Ance Veneto, ein Verband im Bereich des Hoch- und Tiefbaus, in einer Zeit, die von Debatten über die Wohnungskrise und neue Wohnformen geprägt ist.

Ursprung des Vorschlags

Das Projekt wurde als Antwort auf die Bedürfnisse von Studierenden, jungen Berufstätigen, Familien in Übergangsphasen und Menschen in wirtschaftlich prekären Situationen vorgestellt. Die Module, genannt „Abitare Veneto“Sie messen zwischen 20 und 28 Quadratmetern und befolgen die Regeln von Dekret zur Rettung des Hauses von 2024.

Der Verband beschrieb die Logik von Minihäusern oder Studios als „ein Abonnement für eine Plattform, eine Art Netflix“. Der Vergleich soll die Idee von festen, erschwinglichen und vorhersehbaren Kosten innerhalb einer als essenziell angesehenen Dienstleistung vermitteln.

Der Präsident von Ance Veneto, Alessandro Gerotto, erklärte, das Modell spiegele auch die alternde Bevölkerung und den Arbeitskräftemangel in der Region wider. Er führte aus, die Minihäuser könnten sowohl als wirtschaftliche Vorteile als auch als temporäre Wohnlösung in Gemeinschaften mit gemeinschaftlichen Dienstleistungen dienen.

Farben, Kanäle und der ruhige Charme kleiner Städte in Venetien.
Farben, Kanäle und der ruhige Charme kleiner Städte in Venetien.

Wie würden sie funktionieren und wie viel würden sie kosten?

Der Plan sieht Tagessätze zwischen 8 und 10 Euro vor, was eine monatliche Miete von unter 300 Euro ergäbe. Laut Ance kann dieses Modell dazu beitragen, dass Arbeitnehmer und junge Menschen in der Region bleiben, indem es die Mobilität erhöht und die Wohnkosten senkt.

Gerotto erklärte, dass es „mit 10 Euro pro Tag und Person möglich wäre, junge Menschen in den Gemeinden zu halten und den sozialen Zusammenhalt zu fördern“. Die Verträge wären flexibel, mit Optionen für kurzfristige, monatliche oder bis zu dreijährige Laufzeiten.

Um das Modell realisierbar zu machen, kombiniert der Vorschlag verschiedene Finanzierungsquellen, darunter die Sanierung stillgelegter öffentlicher Gebäude, neue nachhaltige Bauvorhaben, regionale Mittel, europäische Mittel und eine mögliche Beteiligung der regionalen Finanzgesellschaft Veneto Sviluppo.

Ance rechnet damit, rund fünftausend Wohneinheiten zu schaffen, untergenutzte Flächen zu sanieren und einen erheblichen Teil der lokalen Nachfrage zu decken.

Kritik und Bedenken

Der Vorschlag stieß auf Interesse, aber auch auf Kritik. Immobilienexperten weisen darauf hin, dass die Umstrukturierung von Immobilien mit hohen Kosten verbunden ist und der finanzielle Ertrag begrenzt sein kann.

Der Direktor der La Casa Stiftung, Maurizio Trabuio, erklärte: „Das sind sehr gute Ideen, aber sie erfordern hohe Investitionen.“ Er erläuterte, dass die Renovierung einer 27 Quadratmeter großen Immobilie mindestens 35 Euro kosten kann. Bei einer Miete von 300 Euro ergäbe sich ein jährlicher Ertrag von 3.600 Euro, wodurch es ohne Subventionen schwierig wäre, die Investition wieder hereinzuholen.

Trabuio hob außerdem hervor, dass, während öffentliche Anreize für private Renovierungen genutzt wurden, viele öffentliche Immobilien weiterhin verfallen und für soziale Wohnungsbauprojekte nicht verfügbar seien.

Ein weiterer häufiger Kritikpunkt betrifft die geringe Größe der Wohnungen. Fachleute der Branche merken an, dass zwei Bewohner auf 28 Quadratmetern Schwierigkeiten beim Zusammenleben haben können und dass diese Wohnform besondere Bedingungen erfordert, um Probleme zu vermeiden, die bereits bei früheren Erfahrungen mit Mikroapartments aufgetreten sind.

Die Debatte ist noch nicht abgeschlossen; Befürworter und Kritiker diskutieren über die wirtschaftliche Machbarkeit, die Auswirkungen auf das Stadtbild und die Lebensqualität, die modulare Wohneinheiten bieten.

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