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Kunstkultur

Italien nimmt Abschied von Ornella Vanoni, die maßgeblich zur Popularisierung brasilianischer Musik beigetragen hat.

Ornella Vanoni stirbt im Alter von 91 Jahren und hinterlässt ein Vermächtnis in der italienischen und brasilianischen Musik.

Ornella Vanoni, Ikone der italienischen Musik und Mitarbeiterin von Vinicius und Tom, ist gestorben.
Ornella Vanoni, Ikone der italienischen Musik und Mitarbeiterin von Vinicius und Tom, ist gestorben.

Die Sängerin Ornella Vanoni, eine der größten Ikonen der italienischen Musik, ist am Freitag (21.) im Alter von 91 Jahren gestorben. Sie war gegen 23 Uhr (Ortszeit) in ihrem Haus in Mailand erkrankt. Die Nachricht wurde von der Zeitung veröffentlicht. Corriere della SeraRettungskräfte wurden gerufen, konnten sie aber nicht wiederbeleben.

Geboren am 22. September 1934, prägte Vanoni sieben Jahrzehnte ihrer Karriere mit einer einzigartigen künstlerischen Laufbahn und einer tiefen Verbundenheit zur brasilianischen Musik. Sie wurde zu einem Symbol für künstlerische Unabhängigkeit und persönlichen Ausdruck und behielt bis zuletzt Bedeutung.

In den 1970er Jahren spielte er eine Schlüsselrolle bei einem Meilenstein der kulturellen Annäherung zwischen Brasilien und Italien: dem Album „La voglia, la pazzia, l'incoscienza e l'allegria“, das er zusammen mit Vinicius de Moraes und Toquinho aufnahm und das Lieder von Tom Jobim und Chico Buarque enthielt. Das Album trug maßgeblich zur Popularisierung brasilianischer Musik in Italien bei.

Das Interesse an brasilianischen Klängen spiegelte sich auch in Neuinterpretationen von Liedern wie „L'appuntamento“, der italienischen Version von Roberto Carlos' „Sentado à Beira do Caminho“, und in Kooperationen mit Autoren wie Sergio Bardotti wider.

Vanoni begann seine Karriere im Theater, Kleines Theater von MailandUnter der Leitung von Giorgio Strehler rief sie mit ihm das Projekt „Le canzoni della Mala“ ins Leben, das den populären italienischen Balladen mit einem anspruchsvollen und innovativen Ansatz neues Leben einhauchte. Später schloss sie sich der sogenannten Genueser Schule an und hatte eine Romanze mit Gino Paoli, die in dem Lied „Senza fine“ verewigt wurde.

Zu Lebzeiten arbeitete sie mit renommierten Künstlern wie Lucio Dalla, Fabrizio De André, Dario Fo und Fiorenzo Carpi zusammen. Sie war die erste Frau, die den Tenco-Preis für die beste Singer-Songwriterin erhielt.

Selbst mit 90 Jahren blieb sie aktiv. Sie nahm das Album „Ti voglio“ mit Elodie und Ditonellapiaga auf und veröffentlichte das Album „Diverse“ beim Label BMG. Außerdem veröffentlichte sie zusammen mit dem Sänger Pacifico das Buch „Vincente o perdente“, eine Art sentimentales Tagebuch über ihr Leben.

Sein letzter nennenswerter Medienauftritt war als regelmäßiger Gast in der Sendung „Che tempo che fa“, wo er durch sein Charisma und seine Authentizität auffiel.

Mit ihrem Tod verliert Italien eine der prägendsten Künstlerinnen seiner Kulturgeschichte. Und Brasilien verliert eine seiner größten Interpretinnen im Ausland.

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