Die Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni hat vorgeschlagen, die jährliche Pauschalsteuer für vermögende Ausländer mit Wohnsitz in Italien ab dem 1. Januar 2026 von 200 auf 300 Euro zu erhöhen. Die Maßnahme ist Teil des Haushaltsplans des Landes für das kommende Jahr.
Das 2017 von der Regierung Matteo Renzi eingeführte Steuersystem sollte Fachkräfte mit hohem Einkommen, Investoren und ausländische Rentner anziehen. Bekannt als „CR7-Regel“, in Anlehnung an den ehemaligen Spieler Cristiano RonaldoDas Modell ermöglicht es ausländischen Einwohnern, einen festen Jahresbetrag auf außerhalb Italiens erzielte Einkünfte zu zahlen.
Die vorgeschlagene Anpassung, die noch vom Parlament gebilligt werden muss, wird nicht rückwirkend sein. Anders ausgedrückt: Sie betrifft nicht diejenigen, die bereits in den Vorjahren von der Regelung profitiert haben. Im Jahr 2024 wurde der Betrag bereits verdoppelt, von 100 Euro auf 200 Euro.
Das derzeitige System bietet erhebliche Einsparungen durch die Befreiung vom progressiven IRPEF-Satz (Einkommensteuersatz für natürliche Personen), der bei Einkommen über 50 € pro Jahr 43 % erreicht.
Trotz der Beliebtheit der Maßnahme unter Millionären, insbesondere in Städten wie Mailand, wird ihre wirtschaftliche Wirkung in Frage gestellt. Wirtschaftsminister Giancarlo Giorgetti erklärte, es sei immer noch „sehr schwierig zu beurteilen“, wie viel die Begünstigten tatsächlich im Land investiert hätten.
Neben der Kritik aus dem Inland wurde die Politik auch von Frankreich des „Steuerdumpings“ bezichtigt. Im September kritisierte der damalige französische Premierminister François Bayrou das italienische Modell und behauptete, es schade den Nachbarländern. Die italienische Regierung bezeichnete den Vorwurf als „völlig unbegründet“.
Auch andere europäische Länder bieten derzeit Steuererleichterungen für Ausländer mit hohem Einkommen. Griechenland beispielsweise erhebt von ausländischen Einwohnern mit Investitionen von mindestens 100 Euro eine jährliche Steuer von 500 Euro. Portugal hingegen erhebt einen Steuersatz von 20 Prozent auf lokales Einkommen und bietet Steuerbefreiungen für einen Teil der im Ausland erzielten Einkünfte, die sich an qualifizierte Fachkräfte richten.























































