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Die Bahnhöfe Rom und Mailand werden zur „roten Zone“, um Verbrechen einzudämmen

Die Bahnhöfe Termini in Rom und Mailand Centrale sind zur Kriminalitätsbekämpfung als „rote Zonen“ eingestuft

Bahnhof Termini: Roms wichtigster Verkehrsknotenpunkt, verstärkt jetzt die Sicherheit | Foto: Depositphotos
Bahnhof Termini: Roms wichtigster Verkehrsknotenpunkt, verstärkt jetzt die Sicherheit | Foto: Depositphotos

Der Bahnhof Termini und das Viertel Esquilino im Zentrum Roms wurden zur „roten Zone“ erklärt. (zone rossa) vom italienischen Innenministerium. Ziel der Maßnahme ist die Intensivierung der Sicherheit und die Bekämpfung der Kriminalität in der Region.

Hauptverkehrsknotenpunkt der italienischen Hauptstadt, Bahnhof Termini Es ist ein wichtiger Grenzübergang für Touristen und Einwohner. Allerdings kommt es in der Gegend häufig zu Diebstählen und war in der Vergangenheit Schauplatz schwerer Verbrechen wie Messerstechereien.

Dieses Ranking fällt mit dem Beginn des Jubiläumsjahres am 24. Dezember 2024 zusammen, einer Zeit, in der Rom bis 2025 mit mehr als 30 Millionen Besuchern rechnet.

Die Ausrufung einer „roten Zone“ rund um den Bahnhof erfolgt nach zwei Jahren verstärkter Polizeipräsenz in der Gegend und an anderen Bahnhöfen in der Stadt. Nach Angaben der Agentur Ansa führte diese Aktion zu 504 Festnahmen, 82 Abschiebungen, 79 Waffenbeschlagnahmungen und der Identifizierung von 138 illegalen oder undokumentierten Arbeitern.

Ein Obdachloser raucht am 1. Januar 2019 in der Nähe diensthabender städtischer Polizisten auf der Piazza Venezia im Zentrum von Rom. (Foto: Laurent EMMANUEL / AFP)
Obdachloser raucht in der Nähe von diensthabenden städtischen Polizisten auf der Piazza Venezia im Zentrum von Rom | Foto: Laurent EMMANUEL / AFP

Was bedeutet es, eine „rote Zone“ zu sein?

„Rote Zonen“ sind städtische Gebiete, die als Brutstätten für Kriminalität oder illegale Aktivitäten wie Drogenhandel gelten. An diesen Orten können die Behörden die Einreise von Personen verhindern, die als gefährlich gelten oder vorbestraft sind.

Die Polizei kann Wegweisungsanordnungen erlassen, sogenannte Entfernungsanordnung, die es einer Person verbieten, sich 48 Stunden lang in dem Gebiet aufzuhalten. Diese Maßnahme hat bereits in anderen Regionen Italiens zu Festnahmen und Abschiebungen geführt.

Beispiele in anderen Städten

Ähnliche Maßnahmen wurden in Städten wie Bologna und Florenz angewendet, wo laut Innenminister Matteo Piantedosi „sehr positive Ergebnisse bei der Verhinderung und Bekämpfung illegaler Aktivitäten“ beobachtet wurden.

Em Florenz und Bologna wurden in den letzten drei Monaten von 105 durchsuchten Personen 14.000 Abschiebungsanordnungen erlassen.

Mailand hat am 30. Dezember eine „rote Zone“ eingeführt, die zentrale Bereiche wie den Dom, Navigli und drei Bahnhöfe umfasst – Plage Centrale, Garibaldi und Rogoredo – Dauer: drei Monate. In der Silvesternacht kam es aufgrund der Maßnahme zu 50 Zutrittsverboten bei 2.079 angesprochenen Personen.

Die „roten Zonen“ gelten als Experiment, das in anderen italienischen Städten wiederholt werden kann.

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