Die Geschichte der italienischen Auswanderung wird ab dem Schuljahr 2025/2026 Teil des Lehrplans sein. Entscheidung Nr. 70898Die Initiative, die offiziell am 4. November ins Leben gerufen wurde, ist ein gemeinsames Projekt des italienischen Ministeriums für Bildung und Verdienste und des Außenministeriums.
Der Vorschlag lädt öffentliche und private Schulen dazu ein, das Thema in ihren Unterricht einzubeziehen und dabei die Autonomie jeder Einrichtung zu respektieren. Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler zur Reflexion über die Wurzeln der italienischen Identität und die Rolle der Auswanderung bei der Entstehung des Landes anzuregen.
Obwohl die Umsetzung nicht verpflichtend ist, wird der Vorschlag allen Schulen, sowohl öffentlichen als auch privaten, unter Wahrung der pädagogischen Autonomie jeder einzelnen Einrichtung empfohlen.
Millionen von Italienern überquerten den Ozean nach Amerika.
Die italienische Auswanderungswelle, die im 19. Jahrhundert begann, veranlasste bis Mitte des 20. Jahrhunderts Millionen von Menschen, das Land zu verlassen. Zu den beliebtesten Zielen zählten unter anderem Brasilien, Argentinien und die Vereinigten Staaten.
In Brasilien kamen schätzungsweise mehr als 1,5 Millionen Italiener zwischen 1870 und 1920 an. Viele ließen sich im Süden und Südosten nieder, arbeiteten auf Kaffeeplantagen und trugen später zum Wachstum der Industriestädte bei.

Argentinien erlebte einen weiteren bedeutenden Zustrom: Buenos Aires wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach Rom zur zweitgrößten italienischen Stadt der Welt. Italienische Einwanderer prägten die lokale Kultur, Sprache und Politik maßgeblich.
In den Vereinigten Staaten kamen Millionen über Ellis und Liberty Island in New York an. Sie gründeten Gemeinschaften in den Arbeitervierteln der Großstädte, insbesondere in New York, Chicago und Boston, und beteiligten sich am Bau von Eisenbahnen und der Industrie.
Die Inhalte werden interdisziplinär sein und den Fokus auf die Wertschätzung von Ursprüngen legen.
Das Ministerium empfiehlt, das Thema interdisziplinär, etwa in den Bereichen Geschichte, Geographie, Soziologie und Literatur, zu untersuchen. Darüber hinaus schlägt es den Einsatz interaktiver Methoden und Partnerschaften mit Museen, Archiven, Bibliotheken und Stiftungen vor, die sich mit dem Thema Auswanderung befassen.
In Grundschulen könnte der Schwerpunkt auf den durch Migration verursachten sozialen und wirtschaftlichen Veränderungen liegen. In weiterführenden Schulen sollte der Lehrplan Themen wie die Agrarkrise des 19. Jahrhunderts, die Nachkriegszeit und die Globalisierung umfassen.
A öffentliche Geschichte Die Methode, die mit mündlicher Überlieferung, Dokumenten und Erinnerungsräumen arbeitet, wird als Lehrmittel genannt. Die offizielle Erklärung enthält außerdem eine Liste empfohlener Institutionen für Besuche und Partnerschaften, darunter das Nationale Museum der italienischen Auswanderung und das Auswanderungsmuseum von Luccan.
Durch die Aufnahme des Themas in die Lehrpläne will die Regierung das Zugehörigkeitsgefühl junger Italiener stärken und die Geschichte von Familien wiederentdecken, die auf der Suche nach Chancen Ozeane überquerten und so zum Aufbau ganzer Gesellschaften außerhalb Italiens beitrugen.
Museen und Unterstützungszentren für die Bildung italienischer Auswanderer.
- Centro Studi Silvio Pellico ETS – Leiter des Regionalmuseums für die Auswanderung der Piemonteser (Piemont)
- Fondazione Genti d'Abruzzo Onlus – Verantwortlich für das Museu delle Genti d'Abruzzo (Abruzzen)
- Museo Emigrazione Lucana – Centro Lucani in der Welt „Nico Calice“ (Basilika)
- Cognome Museum und „Joe Petrosino“ Museumshaus (Kampanien)
- Museum Casa dell'Emigrante Cilentano (Kampanien)
- La Nave della Sila Interaktives Museum über die Auswanderung (Kalabrien)
- Museo del Mare, dell'Agricoltura e delle Migrazioni (Kalabrien)
- Centro di Documentazione dell'Emigrazione Parmense, Bedonia (Emilia-Romagna)
- Museo Emigrazione Scalabrini – Zugehörig zur Kongregation der Scalabrini-Missionare (Emilia-Romagna)
- Nationales Museum der italienischen Auswanderung (MEI) – Sitz in Genua (Ligurien)
- MuSel – Archäologisches Museum und Stadt Sestri Levante (Ligurien)
- MEMA – Museo dell'Emigrazione Marchigiana (Marsch)
- Museo dell'Emigrante – Forschungszentrum für Auswanderung, San Marino
- Museo Comunale delle Migrazioni, Vinchiaturo (Molise)
- Museo Emigrazione Molise – Fokus auf Spiele in der Region Molise (Molise)

























































