Am 12. November wird das Verwaltungsgericht der Region Latium (TAR Lazio) in Rom eine Berufung gegen die Rundschreiben Nr. 26185, herausgegeben vom Innenministerium am 28. Mai 2025.
Die Beschwerde wurde vom Amt eingelegt Studio Legale Pinelli Schifani & Caronia, Representando a Konföderation der Italiener in der Welt (CIM).
Der Fall befasst sich mit den Auswirkungen der neuen Gesetzgebung auf die italienische Staatsbürgerschaft für im Ausland geborene Minderjährige nach der Verabschiedung des Gesetzes Nr. 74/2025, mit dem das Gesetz Nr. 91/1992 geändert wurde.
Das Rundschreiben, das Gegenstand der Anfechtung war, führte den Ausdruck „Italiener kraft Gesetzes“ ein, um die Kinder von Italienern zu beschreiben, die nach den neuen Regeln die Staatsbürgerschaft nur nach einer formellen Erklärung ihrer Eltern und einem Wohnsitz auf italienischem Gebiet erhalten würden.

Vorwurf der unzulässigen Kategoriebildung
Im Mittelpunkt der Berufung steht der Vorwurf, das Ministerium habe ohne Rechtsgrundlage eine neue Staatsbürgerschaftskategorie geschaffen, die in der geltenden Gesetzgebung nicht vorgesehen sei. Anwälte argumentieren, die Maßnahme stelle einen unzulässigen Verwaltungseingriff dar, der die Grundrechte Tausender im Ausland lebender italienischer Familien beeinträchtige.
Laut den Anwälten des Studios Pinelli Schifani & Caronia könnte die neue Auslegung „konkreten Schaden für das bürgerliche, akademische und soziale Leben“ Minderjähriger verursachen, indem sie die Anerkennung ihrer Staatsbürgerschaft behindert oder verzögert.
Der im Rundschreiben verwendete Begriff „Rechtsvorteil“ wird von der Verteidigung als eine Verwaltungserfindung angesehen, da das Gesetz Nr. 91/1992 eine solche Klassifizierung nicht vorsieht. Obwohl der Begriff in der Rechtslehre in einigen Fällen existiert, wäre seine Verwendung zur Kategorisierung im Ausland geborener Kinder italienischer Staatsbürger unangemessen und rechtlich fragwürdig.
Antrag auf Löschung und sofortige Aussetzung
Die beim TAR Lazio eingereichte Berufung fordert drei Hauptmaßnahmen:
- Die Aufhebung des Rundschreibens in dem Teil, in dem es die Kategorie „Italiener kraft Gesetzes“ einführt;
- Die sofortige vorsorgliche Aussetzung der Wirksamkeit der Regelung, um ihre Anwendung durch Rathäuser und Konsulate zu verhindern;
- Die Überweisung an das Verfassungsgericht wegen des Verdachts auf Verletzung der Artikel 2, 3 und 117 der italienischen Verfassung, in denen es um Grundrechte, Gleichheit und internationale Verpflichtungen geht.
Mögliche Ergebnisse des Prozesses
Die Aufgabe des TAR besteht darin, über rechtswidrige Verwaltungsakte und nicht über Gesetze zu urteilen. Daher hängt die Entscheidung davon ab, wie das Gericht die Funktion des Rundschreibens interpretiert:
- Einreichung oder Unzulässigkeit: Das TAR kann davon ausgehen, dass der Einspruch gegen das Gesetz und nicht gegen das Rundschreiben gerichtet sein sollte.
- Teilannahme: Das Gericht kann Teile des Rundschreibens aufheben, die über den rechtlichen Inhalt hinausgehen.
- Verweisung an das Verfassungsgericht: Wenn das TAR der Ansicht ist, dass das Gesetz Zweifel an seiner Verfassungsmäßigkeit aufwirft, kann es den Fall an das Verfassungsgericht verweisen. wie es bereits in Turin und Mantua geschah.
Die Anhörung am 12. November wird für Tausende von Familien, die die Anerkennung der italienischen Staatsbürgerschaft ihrer Kinder durch Abstammung anstreben, von entscheidender Bedeutung sein. jure sanguinis.

























































