Das italienische Verfassungsgericht wird am Mittwoch, dem 11. März 2026, eine öffentliche Anhörung abhalten, um die Rechtmäßigkeit der sogenannten... zu analysieren. Tajani-DekretDiese Diskussion könnte direkte Auswirkungen auf die Regeln für die italienische Staatsbürgerschaft durch Abstammung haben.
Der Prozess wird von Nachkommen von Italienern aus verschiedenen Ländern sowie von Anwälten und Verbänden, die im Bereich der Staatsbürgerschaft tätig sind, verfolgt.
Entgegen den Erwartungen wird die Entscheidung voraussichtlich nicht unmittelbar nach der Anhörung verkündet.
Was wird analysiert
Der Gerichtshof wird Fragen hinsichtlich der Verfassungsmäßigkeit der Reform prüfen, die die Regeln der italienischen Staatsbürgerschaft nach dem Abstammungsprinzip (jure sanguinis) verändert hat.
Das Dekretgesetz Nr. 36 von 2025, später in Gesetz Nr. 74 von 2025 umgewandelt, führte eine Generationsgrenze für die Anerkennung der Staatsbürgerschaft ein. Nach der neuen Regelung können nur Personen die Anerkennung beantragen, deren Vater oder Großvater italienischer Staatsbürger ist.
Vor der Änderung konnte die italienische Staatsbürgerschaft durch Abstammung auf unbestimmte Zeit vererbt werden, solange die Familienlinie nicht unterbrochen war.
Durch die Änderung verringerte sich die Zahl der Nachkommen, die die Anerkennung der Staatsbürgerschaft beantragen können, erheblich.
Fragen zur Verfassungsmäßigkeit
Drei italienische Gerichte – Turin, Mantua und Campobasso – haben dem Verfassungsgericht Fragen zur Vereinbarkeit des neuen Gesetzes mit den verfassungsrechtlichen Grundsätzen vorgelegt. (mit zwei hochgestellten Fällen).
Zu den diskutierten Punkten gehören mögliche Konflikte mit dem Grundsatz der Gleichheit vor dem Gesetz, die Einschränkung der Rechte von Nachkommen italienischer Einwanderer und die mögliche rückwirkende Anwendung von Beschränkungen.
Das Gericht wird insbesondere die Gültigkeit von Artikel 3-bis des Gesetzes Nr. 91 von 1992 prüfen, der durch die im Jahr 2025 beschlossene Reform hinzugefügt wurde.
Die Entscheidung sollte nicht sofort fallen.
Die Anhörung am Mittwoch markiert den Beginn der öffentlichen Überprüfung des Falles, das Urteil wird jedoch in der Regel nicht am selben Tag verkündet.
Das italienische Verfassungsgericht ist dafür bekannt, seine Entscheidungen erst Wochen nach den Anhörungen zu veröffentlichen.
In vielen Fällen beträgt der Zeitraum zwischen der Verhandlung und der Urteilsverkündung deutlich mehr als 30 Tage. Daher kann es auch nach der Verhandlung am Mittwoch noch zu einer Wartezeit bis zur offiziellen Bekanntgabe des Urteils kommen.
Mögliche Szenarien
Das Verfassungsgericht kann zu anderen Schlussfolgerungen gelangen.
Eine Möglichkeit bestünde darin, die Gültigkeit des Gesetzes aufrechtzuerhalten und die im Jahr 2025 eingeführten Generationenbeschränkungen beizubehalten.
Eine weitere Möglichkeit bestünde darin, Teile der Reform für verfassungswidrig zu erklären, was einige der festgelegten Grenzen modifizieren oder aufheben könnte.
Es besteht auch die Möglichkeit, dass die Regelung vollständig aufgehoben wird, was das vorherige Modell der Weitergabe der italienischen Staatsbürgerschaft durch Abstammung wiederherstellen würde.
Es besteht noch die Möglichkeit, dass das Gericht dies erklärt. Unzulässigkeit des Falles. In diesem Szenario, das im italienischen Rechtssystem als bekannt ist UnzulässigkeitDie inhaltlichen Aspekte der Frage würden nicht analysiert werden.
Dies könnte daran liegen, dass die Klage, die Anlass zu den Fragen gab, am 28. März 2025 beim Gericht in Turin eingereicht wurde, während der Erlass zur Änderung der Staatsbürgerschaftsbestimmungen erst am darauffolgenden Tag veröffentlicht wurde.
Erwartungen der Nachkommen
Der Prozess wird von italienischen Gemeinschaften im Ausland aufmerksam verfolgt.
Für viele Nachkommen, die den Prozess bereits eingeleitet haben oder beabsichtigen, einen Antrag auf Anerkennung der Staatsbürgerschaft zu stellen, könnte diese Entscheidung den weiteren Verlauf bestimmen.
Die Anhörung am Mittwoch markiert einen bedeutenden Moment in der juristischen Debatte über die italienische Staatsbürgerschaft und das Verhältnis zwischen Italien und seinen Nachkommen in aller Welt.





















































